Wasserstoff - Methan - MethanolWarum Methanol? Es ist bei Raumtemperatur flüssig. Die anderen Optionen sind Methan und Wasserstoff. Beide kommen nur in riesigen unterirdischen Speichern in Frage und sind für dezentrale Energiesysteme viel zu teuer. Hier sind wir plötzlich in der Power-to-Hydrogen-, Methan- und Methanol-Debatte. Wasserstoff hat den höchsten Wirkungsgrad, weil kein DAC - Direct Air Capture von CO2 erforderlich ist. Aus einer Leitung im Badezimmer kommen 10 l Wasser pro Minute, das 1,11 kg Wasserstoff enthält. Sehr einfach. Aber man muss 4.400 m³ Luft durch einen Filter saugen, um so viel CO2 abzuscheiden, wie das 1 kg Kohlenstoff enthält. Dadurch sinkt der Wirkungsgrad. Der höhere Wirkungsgrad bei der Umwandlung von Strom in Wasserstoff wird jedoch durch weitaus höhere Speicherkosten erkauft, da die bestehenden 25 km³ unterirdischen Gasspeicher in Deutschland nur ein Drittel der Energie enthalten würden, wenn sie mit Wasserstoff gefüllt wären. Wenn diese 25 km³ (bei Normaldruck) unterirdischen Gasspeicher in Deutschland nicht ausreichen, wäre eine zusätzliche Speicherung mit Methanol wesentlich günstiger. Der 25 km³ große unterirdische Gasspeicher in Deutschland ist für das fossile Energiesystem ausgelegt: Die Lieferung ist das ganze Jahr über konstant, aber im Sommer ist die Nachfrage geringer als die Lieferung, und im Winter ist die Nachfrage größer als die Lieferung. Die Differenz wird durch den 25 km³ großen Gasspeicher abgedeckt. Wie die neuen Installationszahlen andeuten, werden wir uns auf eine sehr stark photovoltaisch orientierte Energiewende zubewegen, die mehr Speicher für den Sommer-Winter-Ausgleich erfordert. |













