Netzentwicklung in der Vergangenheit und heute

Die Rahmenbedingungen waren völlig anders. Das Netz sollte an weit entfernte Kohlekraftwerke oder Wasserkraftwerke angeschlossen werden. War die lokale Erzeugung eine Option? Eigentlich nicht! Blicken wir ein Jahrhundert zurück, in die zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Unabhängig vom politischen System hatte die Elektrifizierung eine hohe Priorität. Hier im Westen: "Elektrizität bis zum letzten Bergbauerndorf" und Lenin schrieb: "Kommunismus ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung des ganzen Landes". Die Rahmenbedingungen waren völlig anders. Das Netz sollte an weit entfernte Kohlekraftwerke oder Wasserkraftwerke angeschlossen werden. War die lokale Erzeugung eine Option? Eigentlich nicht! Dieselmotoren waren zu dieser Zeit keine Option. Große Kohlekraftwerke hatten einen Wirkungsgrad von 18 bis 20 %. Im Bereich von 200 kW waren es nur 8 bis 12 %. Das bedeutet nicht nur fast doppelt so viel Kohle, sondern auch höhere Transportkosten. Es gibt das große Kohlekraftwerk mit eigener Eisenbahn und einem Güterzug voller Kohle alle paar Stunden. Der nächste Punkt sind die Arbeitskosten. In kleinen Kraftwerken war die manuelle Handhabung von Kohle und Asche vorherrschend; zentrale Kraftwerke profitierten von der Größe und der aufkommenden Automatisierung. Geht man von einem Kleinverbraucher, einer Industrie oder einer Siedlung mit 1 GWh/a Strombedarf aus, so lag der Netzkostenzuschuss inflationsbereinigt bei 1 bis 1,8 Millionen €. Keine Frage, der Netzausbau war eine gute Idee. Wir haben gerade gezeigt, dass die Spanne 27 € bis 151 € pro kW Photovoltaik beträgt. Für den angenommenen Verbraucher von 1 GWh/a ergibt das eine Spanne von 27 bis 534 Tausend €. Dänemark und Österreich sind "wir haben schon ein tolles Netz"-Länder. Ohne diese beiden Länder in den Beispielen beträgt die Spanne nur 27 bis 56 Tausend €. Netzentwicklung in der Vergangenheit und heute
Die Rahmenbedingungen waren völlig anders. Das Netz sollte an weit entfernte Kohlekraftwerke oder Wasserkraftwerke angeschlossen werden. War die lokale Erzeugung eine Option? Eigentlich nicht! Andere Zeit, andere Orte, ganz anderes Ergebnis. Wenn ein Jahrhundert und ein Standort näher am Äquator das Hochspannungsnetz von einem "Muss" zu einem "unnötig, zu teuer" macht.

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  Kostenoptimierung - der Schlüssel zur Energiewende und zum Klimaschutz
Beitrag für die CORP.at Konferenz vom 22. bis 25. März 2026 in Wien. Meine Teilnahme 2025 war eine Last-Minute-Aktion, aber jetzt habe ich viel Zeit, um das Papier vorzubereiten.

Abstrakt
Um die notwendigen Kostenoptimierungsziele zu erreichen, können wir das Energieproblem nicht von allen anderen Problemen trennen: Ein weiteres großes Problem ist der Wohnraum.
Einführung
Viele Vorstellungen über unsere Zukunft wurden in der Vergangenheit mit völlig anderen Parametern geschaffen. Ungeprüfte Schlussfolgerungen aus der Vergangenheit gefährden unsere Zukunft mit unerträglichen Kosten.
Meine persönliche Erfahrung mit dem Rentabilitätsübergang Meine persönliche Erfahrung mit dem Rentabilitätsübergang
Vögel können fliegen, ohne alle Begriffe der Aerodynamik zu kennen. Ich habe mit meiner Konstruktionsänderung auf einen laufenden „Rentabilitätsübergang“ reagiert, ohne den Begriff zu diesem Zeitpunkt zu kennen.
Energiewende
Der lange Weg vom Zufallsstrom aus Sonne und Wind zum 24×365-Strom. Übersehene Rentabilitätsübergänge müssen als schwere Unfälle betrachtet werden.
Solarertrag und Umwandlung in 24×365 Strom
Die Bandbreite der Solarerträge wird nach der Umrechnung des Bruttoertrags in 24×365 Strom noch viel größer. 6 Beispiele aus unserer Untersuchung von 50 Standorten.
Das GEMINI-Prinzip: Doppelte Nutzung von Grund und Boden
Kein besseres Solarkraftwerk, keine bessere Wohnanlage auf demselben Gelände ist das Ziel des GEMINI-Prinzips.
Netzunabhängige Schnellladesiedlungen Netzunabhängige Schnellladesiedlungen
Es kann klein anfangen, irgendwo in einem Dorf, mit einem einzigen GEMINI-Haus mit einem großen PV-Carport und 100 kW DC-Schnellladung.
Energieintensive Industrie
Ich habe einmal eine Skala für netzunabhängige Solarmöglichkeiten in Abhängigkeit von der Größe der Photovoltaikanlage entwickelt. Aber jetzt ist ein großer Sprung nach oben auf dieser Skala zu machen: energieintensive Industrie versorgen.
Landwirtschaft: Wie viele Quadratmeter braucht ein Mensch für seine Nahrung? Landwirtschaft: Wie viele Quadratmeter braucht ein Mensch für seine Nahrung?
Die Menschheit begann als Jäger und Sammler. Vor 12.000 Jahren waren es 500.000 m² bis 2.500.000 m² pro Mensch. Mit der landwirtschaftlichen Revolution wurde die Landnutzung um 2 Größenordnungen reduziert.
Schlussfolgerung
Alle Parameter befinden sich in einem ständigen Wandel. Wir müssen alle Parameter überprüfen und die Entwicklung für die vorhersehbare Zukunft vorhersagen.
Referenzen
Roland Mösl: Energy Optimised Settlements – Enabler for Necessary Civilization Targets, Graz 2025


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